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IGNah
INTERESSENGEMEINSCHAFT
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Die historische
Codename »Babicka«

40 Jahre nach Indienststellung der ersten Tatra-Triebwagen des Typs T4D sind Fahrzeuge dieser Bauart immer noch im Linienverkehr auf Magdeburger Straßenbahngleisen unterwegs. 1969 leiteten die Straßenbahnen aus tschechischer Produktion eine umfassende Modernisierung des städtischen Nahverkehrs nicht nur in Magdeburg, sondern auch in Leipzig, Dresden, Halle, Schwerin und Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) ein. Noch heute sind diese Wagen Symbol des technischen Fortschritts und der Aufbruchstimmung, die in den 1960-er und 1970-er Jahren die Menschen in der CSSR und in der DDR ergriffen hatte.

prag1Ungewöhnliche Innenraumgestaltung:
Der Fahrgastraum ist mit Längssitzen für 26 Personen ausgestattet und am Schaffner kommt man ohne zu bezahlen nicht vorbei. Pech für Schwarzfahrer.

Alles über unsere
Aktion »Babička«

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IMPRESSUM

Unser Verein
betreut im Auftrag
der Magdeburger Verkehrsbetriebe
die historische Fahrzeugsammlung
im Museumsdepot Sudenburg

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Für die Magdeburger bedeutete die schrittweise Umstellung des Straßenbahnbetriebs auf Tatra-Wagen einen echten Quantensprung. Die modernsten Wagen waren bis dahin die sogenannten Gotha-Wagen, die in ihrem Erscheinungsbild immer noch an die Straßenbahnen traditioneller Bauart erinnerten. Und die Tatra-Bahnen tauchten scheinbar aus dem Nichts auf!

Das Jubiläum »40 Jahre Tatra-Wagen in Magdeburg« haben die Mitglieder des Vereins IGNah e.V., der im Auftrag der Magdeburger Verkehrsbetriebe die historischen Straßenbahnsammlung im Museumsdepot Sudenburg betreut, zum Anlass genommen, dieses Kapitel der Straßenbahngeschichte etwas näher zu betrachten.

Interessant ist dabei, dass nach dem verheerenden 2. Weltkrieg unterschiedliche Wege im Straßenbahnbau beschritten wurden. In der DDR wurde das Konzept des Einheitsstraßenbahnwagens ESW fortgeschrieben, das bereits um 1940 in Deutschland entwickelt, jedoch wegen des Krieges nur in Teilen umgesetzt wurde. Wie gehabt setzten Verkehrsexperten auf Zweiachsfahrzeuge, weil sie der Meinung waren, mit ihnen besser auf unterschiedliche Fahrgastaufkommen reagieren zu können.

Die Waggonfabrik Werdau, die − neben anderen Werken auch − der Vereinigung Volkseigener Betriebe Lokomotiv- und Waggonbau angehörte, produzierte ab 1950 als erstes echtes Nachkriegs-Neubaufahrzeug den »LOWA-Wagen« ET 50. Die Wagen wiesen die bekannte herkömmliche Innenraumaufteilung und auch keine technischen Neuerungen im Vergleich zu den bisher bekannten Triebwagenbauarten auf. Die Prager Tatra-Werke, die im Zuge der Verstaatlichung aus dem traditionsreichen Unternehmen Ringhoffer-Tatra hervorgegangen waren, erwarben zur gleichen Zeit die US-amerikanische Lizenz zum Bau des PCC-Wagens.

Der PCC-Wagentyp ist eine Entwicklung der großen US-amerikanischen Straßenbahngesellschaften. In den 1920-er Jahren standen diese vor der Aufgabe, auf die bereits starke Automobilkonkurrenz reagieren zu müssen und ihre oft noch aus der Anfangszeit der elektrischen Straßenbahn stammenden Fahrzeuge zu ersetzen. Die Präsidenten der bedeutendsten Gesellschaften initiierten aus den Erfahrungen und den Anforderungen ihrer Betriebe die Konstruktion eines neuartigen Wagentyps, der unter Verwendung der Abkürzung des Gremiums »Presidents Conference Commitee« PCC-Wagen genannt wurde.

Wichtigste Merkmale dieses Fahrzeugs waren eine selbsttragende Leichtmetallkarosserie, vier schnelllaufende Motoren mit Kardanantrieb, leichte, elastische Drehgestelle (wegen des teilweise sehr schlechten Unterbaus) und ein pedalbedienter stufenloser Fahrschalter sowie optional die Möglichkeit des Mehrfachtraktionsbetriebes. Der Prototyp des neuartigen Tatra-Triebwagens T1 entstand 1951 im Werk Prag-Smichov, die Firma CKD Prag lieferte die elektrische Ausrüstung. Am 22.11.1951 fuhr der Triebwagen 5001 erstmals durch Prag.

Bis 1958 wurden insgesamt 287 Triebwagen des Typs T1 gebaut, allein 133 Fahrzeuge für den Prager Straßenbahnbetrieb.

Dank der freundlichen Unterstützung durch das »Museum des Öffentlichen Personennahverkehrs in Prag« und seines Direktors Milan Pokorný ist nun erstmals in Deutschland die »Großmutter aller Tatra-Wagen« zu sehen: Ein originaler Tatra-Triebwagen des Typs T1, Baujahr 1952. So bietet sich für die Besucher unseres Museumswochenendes die einmalige Chance, einen T1-Wagen mit einem T4D zu vergleichen! Geplant ist auch, das Gastfahrzeug aus Prag bei Sonderfahrten einzusetzen. Weil der Wagen aber 20 cm breiter als die in Magdeburg verkehrenden Tatra-Straßenbahnen ist, kann erst nach einer intensiven Probefahrt und nach Zustimmung der Genehmigungsbehörde entschieden werden, ob ein Fahrbetrieb möglich ist. Deshalb bleibt es also bis zum Samstag, dem 5. September 2009, spannend!

IGNah, 22.8.2009;
Fotoquelle: wikipedia, Autor: Marek Kasprowicz 2005

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